Brunette Aspects

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Studentsein, der erste Streich: Frühstücken

September13

Wie ihr inzwischen wisst, muss ich ja schon immatrikuliert sein - sonst hätte mir diese Kaninchen-Internet-Geschichte nicht passieren können. Auf Drängen von Michi wollte ich euch schon länger von meinem Immatrikulationstag berichten, genauergesagt: von meiner ersten Tat als Studentin.

Schlau, wie wir so sind, sind Michi und ich sehr früh am Morgen mit der S-Bahn zur Uni gefahren, um mich einzuschreiben. Nur kamen offenbar mehrere auf die Idee, so früh zu kommen, sodass ich dennoch fast 2 Stunden vor und in der Studentenkanzlei zugebracht habe. Problematisch war dabei allerdings, dass Michi und ich uns das Frühstück für ein bisschen mehr Schlaf gespart hatten und schließlich total ausgehungert das Hauptgebäude der Uni verließen. Wir hatten allerhand Pläne gemacht für den (immerhin noch für den Rest der Welt sehr jungen) Tag und hielten es schließlich nicht mehr bis zum Frühstückscafé unserer Wahl aus: das CADU/Café an der Uni winkte nur so von der gegenüberliegenden Straßenseite. Und da ich ja mit einem Schon-Studenten unterwegs war, wusste Michi natürlich genau, dass wir unseren Hunger auch dort drin stillen könnten.

Gesagt, getan. Durch eine schmale Gittertür und einen niedrigen Bogen in der alten Steinmauer landeten wir im dahinterliegenden Innenhof. Das Glasdach ließ einen wirklich fast draußen sitzen, schuf jedoch auch echtes Treibhausklima. Mehr gab es für mich dann auch gar nicht mehr zu sehen, wie die Geier stürzten Michi und ich uns auf die Speisekarte, schlugen flott die Frühstücksseiten auf und überlegten. Die Wahl fiel für uns beide schließlich aufs folgende Frühstück:

“Heut mach ma blau” (Münchner Studentenleben)

Serranoschinken, Müsli, halbe Grapefruit, Frischkäse, Marmelade, Honig, Brotkorb und Butter

Kosten: 7,90€. Normal für ein gutes Münchner Frühstück, zumal man bedenken muss, dass wir uns in Schwabing befanden. Dazu gab es für mich einen Cappucino und für Michi einen Latte Macchiato.

Der Service

Und schon kommt die erste Hürde für die freundliche Bedienung, ich bin allergisch auf Haselnüsse. Deshalb die Frage: “Sind in dem Müsli Haselnüsse drin?” Bemüht eilt sie in die Küche und kommt nach kurzer Zeit wieder. Ja, leider seien Haselnüsse drin, aber sie könne mir stattdessen Naturjoghurt mit Früchten anbieten. Das nehme ich doch gerne an, schließlich hätte mich genau dieser Punkt fast schon zum “Jean-Jacques Rousseau”-Frühstück geführt. Flott werden uns die Kaffees serviert, auch das Frühstück lässt nicht lange auf sich warten. Fazit: Aufmerksam und sympathisch!

Das Frühstück

Guten Kaffee haben sie schon einmal, die Hälfte meiner Suppenschüssel voller Cappucino ist deshalb auch schon weg, als schließlich die Frühstücksteller und der Brotkorb serviert werden. Wir finden uns zwischen einer guten Brotmischung aus Weiß-, Roggen- und Vollkornbrot und einem Teller voller Serranoschinken wieder. Es war ein Essteller, der komplett mit Serranoschinken ausgelegt war! Und dazu ist zu sagen, dass ich Serrano einfach liebe…nunja, ansonsten waren alle genannten Frühstückskomponenten ansprechend und sauber angerichtet. Das Brot überzeugte durch Frische und Geschmack, die knusprige Kruste und der weiche Kern ließen auf einen guten Bäcker schließen. Auch der ungesüßte Naturjoghurt mit frischen Früchten hat mich etwas die Kalorienbombe Frühstück vergessen lassen und mich, in Kombination mit der Grapefruit, fast schon glauben lassen, ich könnte sowas Feines jeden Tag vertragen. Einziges Manko: die Grapefruit war unzureichend angeschnitten und spritzte nur su umher, ohne Sägemesser war da leider nicht viel zu machen, sodass Michi und ich mehrere Male mit halbzugekniffenen Augen an der Frucht rumhantierten.

Das Fazit

Im CADU sitzt man wirklich in angenehmer Atmosphäre inmitten eines total gemischten Publikums. Reichere Frauen beim Shoppingbummel, spätaufgestandene Studenten beim Frühstück oder Lateinlehrer bei Pfeife und Tee - hier ist echt alles geboten. Vor allem der überdachte Innenhof ist ein absolutes Schmankerl! Auch innen drin sah es gemütlich aus, Bücherregale und Sofas laden einen für mehrere Stunden und Kaffeetassen ein. Unser Frühstück war sowohl qualitativ als auch quantitativ absolut tadellos, pappsatt und zufrieden haben Michi und ich das CADU verlassen und das für vergleichsweise wenig Geld (ich verweise nochmals auf München…). Auf der Internetseite des Cafés ist die gesamte Speisekarte mit Preisen online (auch nett für die Kalkulation…).

Wo?

Cafe an der Uni
Ludwigstraße 24
80539 München

http://www.cadu.de/

One Comment to

“Studentsein, der erste Streich: Frühstücken”

  1. On September 15th, 2009 at 09:40 michiNo Gravatar Says:

    sehr geil die Anspielung auf den Lateinlehrer^^

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