Brunette Aspects

What would Bambi say?

Top10-Filme der 2000er

Januar4

Ich bin ja ein absoluter Fan von Listen: Kategorisieren, Ordnen, Priorisieren, auf sowas stehe ich als Organisationsfreak(in) total und habe mir deshalb nun auch Gedanken über die Top 10 der Filme aus den 2000ern (oder wie nennt man das dahingehende Jahrzehnt?) gemacht. So eine Liste kann natürlich nie Anspruch auf Objektivität erheben - man muss auch immer selbst empfänglich für den Stoff, die Machart und die Darstellung in so einem Film sein, sodass hier meine ganz persönlichen Top 10 ohne Anspruch auf Vollständigkeit und Arthausqualitäten kommen.

Da es aber auch schon schwer genug war, aus den ganzen tollen Filmen 10 herauszusuchen, sind diese ungeordnet und können als gleichwertig betrachtet werden.

City Of God

Den Film habe ich zwar erst einmal gesehen, bin aber beim bloßen Gedanken an ihn immer noch gefesselt und beinahe fertig. Eine so packende und mitreissende Erzählung, die Kritiker in die Kategorie Gangsterfilm werfen würden. Ich jedoch tue das nicht, denn Gangsterfilme müssen fast schon Godfather-like erhaben über der Realität schweben, mit fiesen Ganoven, ausgeklügelten Systemen und Plänen und keinem für mich sichtbaren Bezug zur Wirklichkeit. Dieser jedoch ist in City Of God absolut gegeben, sodass er mich immer noch so fertig macht.

Big Fish

Tim Burton mag ich ja sowieso, von ihm bin ich aber entweder zutiefst grotesk-makabre oder knallbunte Sachen gewohnt. “Big Fish” liegt eher auf der bunten Seite, zeigt dabei jedoch viel Tiefgang und Sentimentalität in Verbindung mit dem Tod als Verlust eines geliebten Menschen. Klingt vielleicht Burton-untypisch, die zauberhaften Bilder und verrückten Ideen der erzählten Geschichten kann man aber auch nur kennen, wenn man diesen durch und durch schönen Film gesehen hat.

Jeux d’enfants

Ich mag keine Liebeskitschstories und diese ist definitiv keine. Marion Cotillard und Guillaume Canet spielen dabei besagtes Pärchen so überzeugend und hin- und hergerissen zwischen dem eigenen Stolz und der Liebe zu dem Anderen, dass man sich als Zuschauer gar nicht sicher ist, ob man den beiden überhaupt wünschen soll, zusammenzukommen. Meiner Meinung nach die beste Lovestory der 2000er.

American Beauty

Die Story, der Soundtrack, die Bilder und Kevin Spacey sprechen für sich, Punkt. Kennen hoffentlich die meisten und wer ihn nicht kennt, sollte das schleunigst beheben. Und bitte nicht von der Midlifecrisis-Thematik abschrecken lassen, es lohnt sich!

Donnie Darko

Donnie Darko war zwar nicht mein erster Mindfuck, aber ein ziemlich entscheidender. Der Film ist teilweise einfach nur so abstrus und erzählt gleichzeitig auch noch auf schöne Art und Weise seine Nebenhandlung, dass man am Schluss wirklich überhaupt nichts mehr kapiert. Inzwischen habe ich den Film bestimmt schon dreimal gesehen und wage überhaupt jetzt erst zu behaupten, dass ich die Quintessenz erfasst habe - Donnie Darko ist ein Kandidat zum Immerwiedergucken, jedes Mal erkennt man etwas Neues und hat dementsprechend auch sehr viele “Aha”- und Mindfuckmomente, sodass Donnie Darko meiner Meinung nach der Mindfuck der 200er sein muss.

The Dark Knight

Christopher Nolan an und für sich ist ein genialer Regisseur, das muss hier einmal erwähnt werden. Ich mag sowohl “Memento”, als auch “Prestige”, als auch Batman Begins, aber während “The Dark Knight” saß ich mit offenem Mund im Kino und kam aus dem Staunen kaum noch heraus. Heath Ledger überzeugte als Joker auf ganzer Linie und spielt jeden gegen die Wand, der Soundtrack passt, die Bilder passen, die Stimmung passt - es ist einfach eine in sich geschlossene Sache und endlich mal eine gelungene Comicverfilmung (an dieser Stelle sei zu sagen, dass ich das vielgelobte “Watchmen” leider immer noch nicht gesehen habe…).

8 femmes

“8 Frauen” (für alle Nichtfranzosen) ist wirklich unheimlich witzig. Es ist Komödie, Krimi und eigentlich auch Musical in einem Film. Francois Ozon fährt dafür die geballte Frauenpower der französischen Schauspielerriege auf, die in der deutschen Fassung auch noch durch ebenbürtige deutsche Pendants synchronisiert wurden. Spritzig und rasant wird die Story hier erzählt und ist gleichzeitig durch zahlreiche Anspielungen auch noch eine gelungene Hommage an die vorhergegangene französische Filmgeschichte.

Kill Bill 2

Warum Kill Bill 2 und nicht 1? Weil der zweite Teil einfach besser ist. Ich betrachte die beiden Teile auch nicht als ein Film, der nur aus marketingtechnischen Gründen auseinandergerissen wurde - so etwas tut Tarantino nicht oder zumindest nicht ohne wirklich sich jeden der Teile gut durchdacht zu haben. Kill Bill 2 hat mich hier durch die bessere Storyline überzeugt, die trotzdem noch genug Gemetzel liefert. Keine Frage, Teil 1 hatte vor allem mit den Szenen in Japan wirklich auch etwas Gutes, der zweite Teil jedoch lässt einen einfach nicht mehr im Stich mit der Frage: “Was in Gottes Namen ist da bitte alles abgegangen, dass diese Frau so austickt?”. Zumal hier auch endlich David Carradine auftaucht und als Bill überzeugen kann.

Alles in Allem ist es wahrscheinlich einfach eine Gewissensfrage, ob man den einen oder den anderen Teil besser findet. Rational lässt sich das wohl nicht erklären.

Oben

Ein Animationsfilm muss hier einfach rein, das letzte Jahrzehnt war so entscheidend für die Entwicklung des Animationsfilms, hier wurden große Sprünge gemacht. Ich habe mich für “Oben” entschieden, weil hier gezeigt wurde, dass der Animationsfilm nicht automatisch ein Kinderfilm oder Ersatz für Zeichentrick sein muss: Pixar hat eine Geschichte für Jung und Alt mit sehr viel Tiefgang und viel Liebe ins Detail geschaffen, die auch cineastisch überzeugen konnte. Allgemein mag ich Pixar wirklich, Ratatouille, Findet Nemo und Toy Story sind da jedoch die einzig wirklich erwähnenswerten Filme neben “Oben”. Warum letzterer nun das Rennen gemacht hat? Wie gesagt, er ist erwachsen und war wirklich schön. Ein Augenschmaus, eine fesselnde Handlung, hinreissende Charaktere.

The Departed

Ich stehe total auf Mafiafilme und der hier ist einer par excellence mit einer ausgezeichneten Besetzung (Leo DiCaprio, Matt Damon, Jack Nicholson), einem ausgezeichneten Regisseur (Scorsese), einem ausgezeichneten Soundtrack (Howard Shore) und dazu noch einer guten Handlung.

In diesem Sinne zwar verspätet: Frohes Neues!

Bloggen oder Lernen? Bloggen!

Dezember20

Nicht beleidigt sein, dass Du als geneigter Leser oder Abonnent meines Blogs nur in den Genuss eines neuen Artikels kommst, weil ich die Wahl zwischen dir und Wolfgang Rudzios “Das politische System der Bundesrepublik Deutschland” habe (nichts gegen den verehrten Herrn Rudzio, aber Lernen am vierten Advent ist doch…eher…trocken.). Heute gibt’s vor allem Lesetipps, denn wer will bei dieser Kälte schon gerne aktiv draußen etwas machen?

Ich war bereits vor einigen Wochen in Nürnberg zum Recherchebesuch bei Luciana vom Blog Lu zieht an, wir hatten einen wirklich tollen Tag in der Nürnberger Altstadt mit Shopping, Starbucks und Christkindlmarkt. Gleichzeitig ist eine neue tolle Bekanntschaft, eine neue Empfehlung für euch (nämlich Lucianas Blog!), ein mehr als brauchbares Interview und Lebkuchen für meine Family dabei rumgekommen. Wenn sich da mal das Bayernticket nicht gelohnt hat!

Als weiteren Lesetipp noch der Blogeintrag von Eva Schulz’ “hurra”-Blog: die junge Journalistin aus NRW hat gerade einige Wochen Leben in München hinter sich und für alle Nicht-Münchner ihre Weisheiten über unsere Stadt zusammengetragen: Was ich nach weiteren 9 Wochen über München gelernt habe. Dass wir mit unseren S-Bahn-Fahrern solch ein Glück haben, ist mir zwar noch nicht aufgefallen, recht hat sie aber trotzdem: ich muss mich jedes Mal freuen, wenn ein sympathischer Urbayer in der U-Bahn “Nächsta Hoit: Mox-Weba-Bloootz” ansagt.

Zu guter Letzt bin ich bei meiner Recherche für ein Referat noch auf eine wirklich süß gemachte Grafik der “Zeit” gestoßen: Die Woche im Pressehaus. Seht es euch selbst an und sucht mir Helmut Schmidt!

Das wars auch schon, enden möchte ich mit dem Zitat der Woche, gesprochen von einem verzweifelten Mittdreißiger, der vollbepackt um 18.30 vor der Universität seiner Freundin hinterherstapfte: “Da gibts a no’ den g’schiss’nen Christkindlmarkt an der Münchner Freiheit…”

Schlecht geschminkt

Oktober31

Der Herr Seehofer zeichnet sich ansonsten ja immer als eher blasser Geselle aus - weiß wie die Wand trifft’s meist ganz gut, es sei denn, sein Blutdruck steigt gerade in ungeahnte Höhen. Dann sieht er doch eher rot (aus).

Deshalb verwundert mich das aktuelle Aufmacherbild  bei SpiegelOnline doch sehr.

Quelle: dpa (http://www.spiegel.de/politik/ausland/bild-658518-28411.html)

Sein Gesicht sieht da doch gerade eher maskenartig aus, im direkten Vergleich zu den Händen ist es zudem richtig orange. Zudem merkt man, dass der Hautton am Haaransatz und hinter den Ohren doch deutlich davon abweicht, nicht einmal braungebrannt kann er also sein.

Tze tze, so schminken sich vielleicht 12-Jährige Mädchen, aber doch nicht ein Herr Seehofer!

Schnellschreiberin!

Oktober18

Gerade bei Lu zieht an entdeckt: der Schreib-Speedtest.

96 Wörter
Offenbar bin ich ja sogar wirklich gut dabei.

Dafür geht morgen die Uni los, bin schon etwas hibbelig und vor allem gespannt, wie es so wird. Der Stundenplan hätte zwar besser sein können, ist aber angesichts der Zeitaufteilung auch nicht der worst case - wie’s war, bekommt ihr bei interessanten Begebenheiten schon noch zu lesen, ich will ja nicht gegen Eva Schulz’ 20 “Regeln” des Bloggerdaseins verstoßen. Allerdings habe ich euch bereits (ich kenne meine WP-Stats) schon öfters nach eurer Meinung gefragt und sogar auch von Eva eine Rückmeldung bekommen, das war eigentlich für mich zusätzlich sehr amüsant beim Lesen ihres Artikels.

Der junge Sender für alte Leute - ZDFneo

August20

“Mit einem Programmkonzept, das sich an der Lebenswelt junger Familien und den Nutzungsgewohnheiten der Zuschauer zwischen 25 und 49 Jahren orientiert” will das ZDF überzeugen - in Form seines neuen Senders ZDFneo. Neo, das klingt für mich zum einen nach neonataler Säuglingsstation, aber auch nach NEON - also allesamt richtig junge Dinger, die dahinter stecken müssten.  DWDL zufolge geht der Sender bereits im November an den Start, weichen muss ihm der ZDF-Dokukanal. “Um den Sehgewohnheiten der jüngeren Zuschauer entgegenzukommen, beginnt die Primetime von ZDFneo erst um 21 Uhr.”, heißt es weiter bei DWDL. Doch frage ich mich nun, was ein Sender für diese große Zielgruppe zwischen 25 und 49 tun will. Und das um 21 Uhr. Wer fällt alles darunter?

25-Jährige Studenten, die sicher erst gegen 21 Uhr an den Fernseher können, weil sie davor in einer Welt zwischen Milchschaum, Unistress oder dem großen, neuen Arbeitsleben zu tun hatten. 30-Jährige Neuyuppies, die erst um 21 Uhr aus der Arbeit kommen. 35-Jährige frischgebackene Mamis, deren Kind erst um 21 Uhr den Tag anbrechen lässt. 40-Jährige gefrustete Männer in der Midlifecrisis, die sich durch “Comedys, US-Serien, Dokumentationen und Serviceformate” ablenken lassen sollen. 45-Jährige Hausmütterchen beim Bügeln, wobei diese mit Sicherheit den Kampf gegen ihren Mann verlieren werden. 49-Jährige, die ihren 50.Geburtstag ein Jahr lang planen.

Ein “junger” Sender soll her. Traurig ist dabei, dass man sich gleichzeitig eingesteht, mit dem Hauptprogramm ZDF offenbar nur noch die Gruppe 49+ abzudecken. Diese Zuschauer werden nun mit modernen Animationen in den heute-Nachrichten konfrontiert, die “Jungen” bekommen einen eigenen Sender, der offenbar auch nichts anderes zeigen wird, als alle anderen. Sie werden als jung bezeichnet, obwohl mehrere Generationen damit abgedeckt werden sollen: die Ältesten könnten die Eltern der Jüngsten sein, und sollen nach der Denke von Markus Schächter und Co. die gleichen Interessen und Ansprüche in Sachen Medien hegen.

Ich selbst bin 19 Jahre alt, habe immer gern den ZDF-Dokukanal verfolgt, und gehöre offenbar weder zur Zielgruppe für ZDFneo, noch für das ZDF. Somit mindestens ein Minusschäfchen in der Bilanz.

Gestatten: Klaus Köhler, Bundespräsident

August16

Bei der Tagesschau konzentriere ich mich üblicherweise ja wirklich auf den Inhalt. Aber Leichtathletik interessiert mich gestern einfach nicht, und so habe auch ich endlich mal einen unverzeihlichen Fehler um die eigentliche Nachricht herum entdeckt.

(c) DPA/ARD

(c) DPA/ARD

Ich sitze vor dem Fernseher, ich schreie: “Mama, Mama, die haben den Köhler Klaus genannt!”. Und ich lache wie irre vor Freude über diese Entdeckung, die inzwischen auch jede Onlineausgabe jeder noch so kleinen Zeitung bringt. Das Malheur ereignete sich bei der Untertitelung von Köhler bei seiner Eröffnungsrede der Leichtathletik-WM in Berlin. Im Podcast der Tagesschau wurde der gesamte Leichtathletik-Beitrag gestrichen - schade.

How To: Yellow Press

August12

Heute bei DWDL online gegangen: eine amüsante Anleitung zum YellowPressen. Verführt fast schon zum Basteln von lustigen Phantasiecovern mit InDesign.

Montags, 19 Uhr im Edeka…

August11

…kauft ein Mann tatsächlich die Montagsausgabe der “Bild” und der “Süddeutschen Zeitung”. Achja, und noch ein Nogger. Zu viel Konfuses auf einmal, eine paradoxe Zeitungskombination mit Meldungen von gestern.

SpiegelOnline feat. jetzt.de?

Juli16

Ich finde es gerade irgendwie sehr erstaunlich, dass SpiegelOnline inzwischen sogar Beiträge von jetzt.de veröffentlicht:

Spurensuche an der Goldküste

ein Text, der vor zwei Tagen bereits bei jetzt.de online gegangen ist und gleichzeitig noch in der “Süddeutschen Zeitung” abgedruckt wurde. Und nun Zweitverwertung via SpOn, damit sich der Trip in die Schweiz überhaupt lohnt? Finde ich grad irgendwie schade, von beiden Seiten. Zumal die SchulSpiegel-Sektion sich in den vergangenen Tagen wirklich nicht lumpen ließ und durchaus Texte veröffentlicht hat - war das also notwendig?

Unschlüssig.

Juli15

Ach Gottchen, langsam verfalle ich in Post-Abi-Sorgenmacherei.

Im Oktober geht die Uni los, beworben hab ich mich und alles. Aber dass ich in der Zeit bis dahin jetzt “nur” arbeite (zwar auch schon journalistisch…) und kein Praktikum ableiste, ärgert mich irgendwie schon noch ein bisschen. Und soll ich jetzt schon mit einem Run auf Praktikumsplätze in den Semesterferien rechnen, mich gar im Juli für ein Praktikum in meinen ersten Semesterferien bewerben? Wo ich noch gar nicht weiß, ob ich mit dem ganzen Zeug überhaupt klar komme, ne Hausarbeit schreiben muss, etc.?

Ich würde gern jetzt schon so viel machen und weiß nicht, wohin mit den ganzen Plänen. Zum Seufzen. Und ob ich twittern soll, weiß ich immer noch nicht! Aber gut, jetzt wird’s bockig.

Krisig ist es dennoch, aber dass ich ein Krisenkind á la “Spiegel” bin, bestreite ich immer noch!

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