Brunette Aspects

What would Bambi say?

Ausgezwitschert.

September14

In einem kurzen Nebensatz erwähne ich hiermit, dass auch ich unter die Twitterer gegangen bin und als lapetitegrecque
twittere. Hierbei bin ich natürlich fleißige Mitleserin bei BonitoTV und Rob Vegas, vgl. hierzu meinen Artikel vom April “Das Schmidtsche Vogelgezwitscher“, dann wisst ihr auch gleich wieder, warum.

Frisch in den Feed gegangen, folgender Tweet-Dialog, der eigentlich für sich selbst spricht:

BonitoTV: Falls Sie diese Version von Harald Schmidt mochten, so folgen sie doch dem Mann hinter den ganzen Einträgen @robvegas . Danke und ENDE.

lapetitegrecque: @robvegas: War’s das etwa? Kein BonitoTV mehr?

RobVegas: @lapetitegrecque Ich fühle mich ausgebrannt und brauche einfach eine lange Kreativpause. Vielleicht Urlaub auf dem GEZ-Dampfer. #BonitoTV
Da hat’s sich beim Fake-Schmidt wohl leider ausgezwitschert. Oder plant Rob etwa nur den nächsten Coup, nachdem er als Schmidt inzwischen fast überall aufgeflogen war? Man weiß es nicht, mich hat er damit auf jeden Fall als Fan seiner Show bekommen.

Studentsein, der erste Streich: Frühstücken

September13

Wie ihr inzwischen wisst, muss ich ja schon immatrikuliert sein - sonst hätte mir diese Kaninchen-Internet-Geschichte nicht passieren können. Auf Drängen von Michi wollte ich euch schon länger von meinem Immatrikulationstag berichten, genauergesagt: von meiner ersten Tat als Studentin.

Schlau, wie wir so sind, sind Michi und ich sehr früh am Morgen mit der S-Bahn zur Uni gefahren, um mich einzuschreiben. Nur kamen offenbar mehrere auf die Idee, so früh zu kommen, sodass ich dennoch fast 2 Stunden vor und in der Studentenkanzlei zugebracht habe. Problematisch war dabei allerdings, dass Michi und ich uns das Frühstück für ein bisschen mehr Schlaf gespart hatten und schließlich total ausgehungert das Hauptgebäude der Uni verließen. Wir hatten allerhand Pläne gemacht für den (immerhin noch für den Rest der Welt sehr jungen) Tag und hielten es schließlich nicht mehr bis zum Frühstückscafé unserer Wahl aus: das CADU/Café an der Uni winkte nur so von der gegenüberliegenden Straßenseite. Und da ich ja mit einem Schon-Studenten unterwegs war, wusste Michi natürlich genau, dass wir unseren Hunger auch dort drin stillen könnten.

Gesagt, getan. Durch eine schmale Gittertür und einen niedrigen Bogen in der alten Steinmauer landeten wir im dahinterliegenden Innenhof. Das Glasdach ließ einen wirklich fast draußen sitzen, schuf jedoch auch echtes Treibhausklima. Mehr gab es für mich dann auch gar nicht mehr zu sehen, wie die Geier stürzten Michi und ich uns auf die Speisekarte, schlugen flott die Frühstücksseiten auf und überlegten. Die Wahl fiel für uns beide schließlich aufs folgende Frühstück:

“Heut mach ma blau” (Münchner Studentenleben)

Serranoschinken, Müsli, halbe Grapefruit, Frischkäse, Marmelade, Honig, Brotkorb und Butter

Kosten: 7,90€. Normal für ein gutes Münchner Frühstück, zumal man bedenken muss, dass wir uns in Schwabing befanden. Dazu gab es für mich einen Cappucino und für Michi einen Latte Macchiato.

Der Service

Und schon kommt die erste Hürde für die freundliche Bedienung, ich bin allergisch auf Haselnüsse. Deshalb die Frage: “Sind in dem Müsli Haselnüsse drin?” Bemüht eilt sie in die Küche und kommt nach kurzer Zeit wieder. Ja, leider seien Haselnüsse drin, aber sie könne mir stattdessen Naturjoghurt mit Früchten anbieten. Das nehme ich doch gerne an, schließlich hätte mich genau dieser Punkt fast schon zum “Jean-Jacques Rousseau”-Frühstück geführt. Flott werden uns die Kaffees serviert, auch das Frühstück lässt nicht lange auf sich warten. Fazit: Aufmerksam und sympathisch!

Das Frühstück

Guten Kaffee haben sie schon einmal, die Hälfte meiner Suppenschüssel voller Cappucino ist deshalb auch schon weg, als schließlich die Frühstücksteller und der Brotkorb serviert werden. Wir finden uns zwischen einer guten Brotmischung aus Weiß-, Roggen- und Vollkornbrot und einem Teller voller Serranoschinken wieder. Es war ein Essteller, der komplett mit Serranoschinken ausgelegt war! Und dazu ist zu sagen, dass ich Serrano einfach liebe…nunja, ansonsten waren alle genannten Frühstückskomponenten ansprechend und sauber angerichtet. Das Brot überzeugte durch Frische und Geschmack, die knusprige Kruste und der weiche Kern ließen auf einen guten Bäcker schließen. Auch der ungesüßte Naturjoghurt mit frischen Früchten hat mich etwas die Kalorienbombe Frühstück vergessen lassen und mich, in Kombination mit der Grapefruit, fast schon glauben lassen, ich könnte sowas Feines jeden Tag vertragen. Einziges Manko: die Grapefruit war unzureichend angeschnitten und spritzte nur su umher, ohne Sägemesser war da leider nicht viel zu machen, sodass Michi und ich mehrere Male mit halbzugekniffenen Augen an der Frucht rumhantierten.

Das Fazit

Im CADU sitzt man wirklich in angenehmer Atmosphäre inmitten eines total gemischten Publikums. Reichere Frauen beim Shoppingbummel, spätaufgestandene Studenten beim Frühstück oder Lateinlehrer bei Pfeife und Tee - hier ist echt alles geboten. Vor allem der überdachte Innenhof ist ein absolutes Schmankerl! Auch innen drin sah es gemütlich aus, Bücherregale und Sofas laden einen für mehrere Stunden und Kaffeetassen ein. Unser Frühstück war sowohl qualitativ als auch quantitativ absolut tadellos, pappsatt und zufrieden haben Michi und ich das CADU verlassen und das für vergleichsweise wenig Geld (ich verweise nochmals auf München…). Auf der Internetseite des Cafés ist die gesamte Speisekarte mit Preisen online (auch nett für die Kalkulation…).

Wo?

Cafe an der Uni
Ludwigstraße 24
80539 München

http://www.cadu.de/

Der kleine Unterschied?

September8

Im Moment lese ich “Gestatten: Elite” von Julia Friedrichs und kann dieses Buch nebenbei jedem nur getrost empfehlen. Hatte mich auf ein eher trockenes Sachbuch über die deutsche Nachwuchselite eingestellt und bin stattdessen für meinen Mut, so etwas in Kauf zu nehmen, mit einem abwechslungsreichen Recherchebericht der jungen Journalistin belohnt worden.

Um nun aber zum Punkt zu kommen: Friedrichs hat in ihrem Buch einen kleinen Punkt angesprochen, der mich schon früher mal interessiert hat. Genauer gesagt in der 10. Klasse während meiner Berlinreise. Wir wurden an den Bahnhöfen regelmäßig angesprochen, ob wir nicht eine Tageskarte übrig hätten und diese abgeben möchten. Leicht irritiert war ich, in meiner Naivität habe ich natürlich auch nicht kapiert, was damit passiert. Als ich nun im Juni mit meiner Mutter einen Ausflug nach Berlin gemacht habe, gab es dasselbe Spiel: selbst als Mutter-Tochter-Pärchen (und nicht als große Reisegruppe) wurden wir um Tickets angehauen. Für manch einen mag das jetzt normal klingen, aber nichts dergleichen ist mir jemals in München passiert! Und nun schreibt die Berlinerin Julia Friedrichs zu ihrer Station in München, ob es hier etwa normal ist, keine übrigen Pfandflaschen für Sammler an der Straße stehen zu lassen und nicht nach U-Bahn-Tickets gefragt zu werden, damit die Schnorrer sie weiterverkaufen können. Meine Antwort: offenbar ja, da es mir in meinem ganzen Leben bisher nur in Berlin passiert ist. Die Flaschen stehen eigentlich nur nach Massenparties wie dem Faschingsdienstag überall rum.

Wie sieht das bei euch aus? Wo wird geschnorrt und wo nicht?

Parole? Kaninchen!

August27

Melde mich gerade beim Onlineportal meiner neuen Uni an und muss dort eine Frage eingeben, die ich im Falle eines vergessenen Passworts zu beantworten habe. Als Beispiele angegeben: schlechte Frage des Geburtstdatums und der Augenfarbe der eigenen Mutter, da dies leicht herauszufinden und zu raten sei.

Ein gutes Beispiel sei dagegen die Frage nach dem persönlichen Lieblingsbuch der 4. Klasse. Als Antwortbeispiel nehmen die Damen und Herren von der Uni dann aber auch gleich Leo Tolstois “Krieg und Frieden und meinen dazu: “Gut, das errät niemand.”. Abgesehen natürlich von der Tatsache, dass kein Viertklässler auf die Idee käme, “Krieg und Frieden” zu lesen…

Das totale Highlight war allerdings abermals die Frage nach der mütterlichen Augenfarbe. Diese wurde vorhin ja als schlecht abgetan, lautet die Antwort aber “Kaninchen”, meinen die Autoren dazu folgendes: ” Sehr gut. Frage und Antwort stehen in keinem inhaltlichen Zusammenhang. Sie müssen sich aber die Antwort gut merken können”

Welchen Sinn macht eine Kontrollfrage für ein vergessenes Kennwort, wenn man sich erst die absurde Antwort auf die Frage merken muss? Wieso nimmt man dann nicht gleich das Kaninchen als Passwort? Fängt ja alles schon gut an.

Spam von Googlemail?

August25

Wollte gerade zwei Googlemail-Accounts zusammenführen bzw. mit einem Account die Posteingänge von beiden Accounts prüfen können. Hierzu sendete Googlemail eine Benachrichtigung mit Aktivierungslink an die Zweitadresse - und diese Mail landete prompt im Spamordner.

Googlemail mag mir Spam zwar immer brav fern halten, aber sich selbst als Spam zu bezeichnen, das ist schon selten dämlich.

Lovelybooks

August24

Wie ihr inzwischen wisst, liebe ich Bücher. Seit einiger Zeit war ich auf der Suche nach einem Online-Archivierungssystem, ähnlich dem von DVDB, nur für meine Bücher. Heute habe ich es endlich geschafft: bei Lovelybooks.de kann man eine eigene Bibliothek anlegen, Leute suchen, die die gleichen Bücher lesen und und und. Im Test gerade eben wurden von jedem Titel mehrere Ausgaben gefunden - meine war immer dabei, eventuell muss man noch den Namen des Verlags angeben und kann dann mit Hilfe der Buchcover und der Angabe ob Hard- oder Softcover die eigene Ausgabe des Buches finden.

Und damit ihr auch wisst, was ich so alles im Regal stehen habe, bitteschön: Miss Brunette auf Lovelybooks.Wer von euch selbst dort Mitglied ist, oder es nach diesem Beitrag wird, darf mir gerne in Form von Kommentaren oder Mails das eigene Profil zeigen!

Die Dinge locker nehmen: Vapiano München

August22

Wer fleißig beim Kokostiger mithört, wird auf diesen Artikel vielleicht sogar schon warten. Wer nicht, darf sich den Podcast über Michis vergangene Woche (in der auch ich öfter mal vorkomme) gerne zu Ohren führen.

Nach unserem langen Tag am Münchner Flughafen hatte Michi eine Idee für unser Abendessen: ein Besuch im Vapiano. Hierbei handelt es sich um eine systemgastronomische Kette mit vielen Filialen in Deutschland und der Welt. Die Münchner Filiale befindet sich in einer absoluten Toplage, nämlich den Fünf Höfen (Salvator-/Theatinerstraße). Eine architektonische Augenweide bieten diese, leider ist das Preisniveau der meisten Geschäfte wirklich weit über dem meines Geldbeutels angesiedelt. So lockt Michi mich mit der Versprechung für ein interessantes Restaurantkonzept, angemessene Preise und natürlich tolles Essen ins Vapiano. Wir betreten den Laden und ein absolut fantastischer Duft steigt in meine Nase. Das riecht nicht wie in jedem x-beliebigem italienischen Restaurant, nein, es riecht wie in der Küche einer italienischen Mamma. Nach Tomaten, gebackenem Pizzaboden und Basilikum.

Hinein ins Vergnügen: Karte, Anstehen, Design

Am Eingang erhält man eine Plastikkarte im Scheckkartenformat, mit dieser “bezahlt” man bargeldlos im Restaurant seine Speisen und Getränke, beim Verlassen des Restaurants wird dann auch in bar abgerechnet. Der Sinn dahinter erschließt sich mir am Anfang meines Besuchs noch nicht ganz, ich spaziere an der Caffé-Bar im Erdgeschoss vorbei und steige eine breite Holztreppe hinauf in den ersten Stock - und dort wird mir erst bewusst, warum es hier so riecht: ich stehe in Küche und Gastraum auf einmal. Vor meinen Augen erstreckt sich eine unheimlich lange Theke, hinter der die Mitarbeiter Pasta, Pizza und Antipasti zubereiten. Die Einrichtung gefällt mir sofort, über der Theke hängt ein schwarzes Paneel, welches Fake-Kreideschrift und Zeichnungen von italienischem Essen und Zutaten zieren. An der Decke herrscht indirekte Beleuchtung mit wechselndem Farbenspiel, auf den modernen (aber doch rustikal-italienisch anmutenden) Tischen spenden kleine Lampen Licht. Wir suchen uns an diesem Abend einen Platz an der Galerie und haben somit freien Blick auf die Caffé-Bar, aber auch auf den gesamten Gastraum - er ist unheimlich groß. So viele Leute auf einem Haufen, alle beim Essen und Reden, aber dennoch ist es nicht unangenehm laut. Schallschlucker? Ich weiß es nicht. Michi zieht mich in diesem Moment der Entzückung bereits zur Kochtheke. Wir beide stellen uns bei der Pastasektion an und warten etwa 5 bis 10  Minuten, bis wir dran sind. Man darf zwischen mehreren Nudelsorten wählen, diese werden vom Koch aus einer Durchreiche hinter sich geholt. Portionsweise wurden hier frischgemachte Nudeln aus der Hintergrundküche in eine Plastikdose gepackt, vom Koch werden sie in einen automatischen Nudelkocher gegeben. Im Nachhinein erfahre ich, dass die Nudeln genau 90 Sekunden im sprudelnden Wasser gekocht werden - und sie können gar nicht vergessen werden, das Sieb des Nudelkochers fährt nach der vorgegebenen Zeit automatisch nach oben. Genial.

Das Essen

Auf den Speisekartenflyern sind die unterschiedlichen Preiskategorien (je nach Sauce) angegeben, ich entscheide mich für “Pomodoro e Mozzarella” aus Gruppe B: 7 Euro. Welche Nudeln ich bekomme, weiß ich nicht mehr. Sie waren auf jeden Fall lustig verschlungen und hatten den perfekten Biss. Für die Sauce schnappt sich der Koch aus der Durchreichewand hinter sich eine neue Wokpfanne, stellt diese in seinen Kochplatz und gibt etwas Öl und Zwiebeln aus den Plastikbehältern neben sich hinein. Man muss sich das in etwa vorstellen wie bei Subway: je nach Sauce werden die unterschiedlichen Zutaten vom Koch zusammen in den Topf geworfen, zubereitet wird das Ganze in der Küche im Hintergrund, welche offenbar auch die Pfannen nach jeder Sauce spült.Während meine Zwiebeln brutzeln wird die Nächste hinter mir gefragt, sie möchte zwei Portionen der gleichen Sauce, woraufhin extra die Frage gestellt wird, ob der Koch die Sauce für beide Portionen in der gleichen Pfanne zubereiten darf! Natürlich darf er das, alles andere wäre ja doof. Aber allein die Tatsache, dass so auf die Frische und Sauberkeit geachtet wird, finde ich erstaunlich. Inzwischen bekommen die Zwiebeln Gesellschaft: einen Schöpfer  Tomatensauce. Ach mir läuft bereits das Wasser im Munde zusammen, meine Nudeln kommen frisch und fertig aus dem Nudelkocher hochgefahren, ein paar Mozzarellawürfel gesellen sich als Abrundung in die Sauce. In einem schönen Pastateller richtet der Koch derweil meine Nudeln an, gibt eine perfekte Menge Sauce darauf und schiebt meine Plastikkarte nur noch über sein Lesegerät. Fertig. Ich verziehe mich mit meinen Nudeln auf einem Vintage-Metalltablett zurück auf meinen Platz und genieße.

Ich habe bewusst eine simple Sauce ausgewählt, meiner Meinung nach erkennt man an solchen Dingen überhaupt erst die Qualität der Küche. Ob der Koch eine Sauce mit Garnelen und Spinat hinbekommt ist für mich zum einen nicht wichtig, da ich weder Meeresfrüchte noch Spinat mag, zum anderen ist es mit solchen Zutaten nicht schwer. Aber eine simple Tomatensauce zu einem kulinarisch wertvollen Gericht zu machen, da gehört meiner Meinung nach ein gewisses Maß an Kochkunst dazu. Ich schwelge in meinen Nudeln und meiner Sauce und bin glücklich. Neidisch werde ich dabei von unserem dritten Begleiter im Bunde angeschaut: er wusste nicht, dass wir Essen gehen und hat sich daheim noch Schinkenbrote auf die Schnelle gemacht, damit er auf dem Weg in die Stadt bloß nicht verhungert. Achja, er wolle doch etwas, und entscheidet sich für eine Pizza Margharita. Am Pizzastand ist gerade kaum etwas los, Tommy tigert dorthin und kommt nach einer Minute mit einem roten Plastikgerät wieder. Es blinkt und sieht wirklich komisch aus. Nach etwa 10 Minuten gibt es jedoch einen dunklen Vibrationston ab - die Pizza ist fertig, Tommy kann sie am Stand abholen. Durchdacht das Ganze, so steht nicht eine Meute wartender Menschen vor der Theke.

Inzwischen bin ich mit meinen Nudeln fertig, mein Magen darf jetzt mit seiner Arbeit anfangen und schnurrt nur zufrieden. Als meine Augen jedoch diesen Reiz der dünnen, knusprigen Pizza auf Tommys Teller wahrnehmen und der Geruch des Pizzabodens in meine Nase steigt, war’s das mit Zufriedenheit: ich will mehr! Ich will das da probieren!

Darf ich dann auch. Und dieses eine Pizzastück schmeckt fast noch köstlicher als meine Nudeln davor. Tommy verdrückt die Pizza im Nu, die Schinkenbrote scheinen vergessen. Und ich habe jetzt beim Schreiben dieser Kritik schon wieder Hunger auf italienisches Essen, Mist.

Fazit

Das Essen schmeckt wirklich gut, zumindest das, was wir hatten. Einziges Manko: Selbstbedienung und Anstehen, das teilweise auch mit nervigen Kindern um sich herum. Vor allem in absoluten Hochzeiten des Ansturms kann das mit Sicherheit nervig werden. Abgeräumt wird dafür allerdings. Systemgastronomie funktionert in diesem Laden wirklich gut und erlebt wohl eine der besten Ausformungen im Vergleich zu anderem Fast Food. In diesem Fall würde ich Systemgastro allerdings wirklich nicht mit Fast Food gleichsetzen: dafür ist es nicht “fast” genug und erfüllt eigentlich die Ansprüche an das Essen in einem “normalen” Restaurant.

Wo?

Vapiano München

Salvatorpassage in den Fünf Höfen

Theatinerstraße 15 .

80333 MÜNCHEN

wo es Vapiano sonst noch gibt: http://www.vapiano.de/

Der junge Sender für alte Leute - ZDFneo

August20

“Mit einem Programmkonzept, das sich an der Lebenswelt junger Familien und den Nutzungsgewohnheiten der Zuschauer zwischen 25 und 49 Jahren orientiert” will das ZDF überzeugen - in Form seines neuen Senders ZDFneo. Neo, das klingt für mich zum einen nach neonataler Säuglingsstation, aber auch nach NEON - also allesamt richtig junge Dinger, die dahinter stecken müssten.  DWDL zufolge geht der Sender bereits im November an den Start, weichen muss ihm der ZDF-Dokukanal. “Um den Sehgewohnheiten der jüngeren Zuschauer entgegenzukommen, beginnt die Primetime von ZDFneo erst um 21 Uhr.”, heißt es weiter bei DWDL. Doch frage ich mich nun, was ein Sender für diese große Zielgruppe zwischen 25 und 49 tun will. Und das um 21 Uhr. Wer fällt alles darunter?

25-Jährige Studenten, die sicher erst gegen 21 Uhr an den Fernseher können, weil sie davor in einer Welt zwischen Milchschaum, Unistress oder dem großen, neuen Arbeitsleben zu tun hatten. 30-Jährige Neuyuppies, die erst um 21 Uhr aus der Arbeit kommen. 35-Jährige frischgebackene Mamis, deren Kind erst um 21 Uhr den Tag anbrechen lässt. 40-Jährige gefrustete Männer in der Midlifecrisis, die sich durch “Comedys, US-Serien, Dokumentationen und Serviceformate” ablenken lassen sollen. 45-Jährige Hausmütterchen beim Bügeln, wobei diese mit Sicherheit den Kampf gegen ihren Mann verlieren werden. 49-Jährige, die ihren 50.Geburtstag ein Jahr lang planen.

Ein “junger” Sender soll her. Traurig ist dabei, dass man sich gleichzeitig eingesteht, mit dem Hauptprogramm ZDF offenbar nur noch die Gruppe 49+ abzudecken. Diese Zuschauer werden nun mit modernen Animationen in den heute-Nachrichten konfrontiert, die “Jungen” bekommen einen eigenen Sender, der offenbar auch nichts anderes zeigen wird, als alle anderen. Sie werden als jung bezeichnet, obwohl mehrere Generationen damit abgedeckt werden sollen: die Ältesten könnten die Eltern der Jüngsten sein, und sollen nach der Denke von Markus Schächter und Co. die gleichen Interessen und Ansprüche in Sachen Medien hegen.

Ich selbst bin 19 Jahre alt, habe immer gern den ZDF-Dokukanal verfolgt, und gehöre offenbar weder zur Zielgruppe für ZDFneo, noch für das ZDF. Somit mindestens ein Minusschäfchen in der Bilanz.

101 Deutschlandkarten

August19

(c) Droemer Knaur

(c) Droemer Knaur

Zum Geburtstag habe ich ganz tolle Sachen bekommen, darunter das Buch “Deutschlandkarte: 101 unbekannte Wahrheiten” von Matthias Stolz. Stolz war bereits bei der ZEIT für die Rubrik “Deutschlandkarte” zuständig und hat nur im Droemer Knaur-Verlag die 101 ersten Karten aus der ZEIT veröffentlicht. Dabei sind ganz klassische Visualisierungen von Statistiken zur Lebenserwartung und Öl- und Gasvorräten, aber auch über den “Limoäquator” (wo nennt man Limonade wie?), Taxipreisen und den Inszenierungen von Theaterstücken. 208 Seiten umfasst das Buch voller Infos und noch mehr - ich bin ja ohnehin ein Fan von Unnützem Wissen und solchen Sachen, sodass das Buch wirklich ein ideales Geburtstagsgeschenk war.

Wer sich’s selbst auch schenken möchte:

Deutschlandkarte - 101 unbekannte Wahrheiten

Knaur Verlag

ISBN: 978-3-426-78230-9

Preis: 12,99€

Gestatten: Klaus Köhler, Bundespräsident

August16

Bei der Tagesschau konzentriere ich mich üblicherweise ja wirklich auf den Inhalt. Aber Leichtathletik interessiert mich gestern einfach nicht, und so habe auch ich endlich mal einen unverzeihlichen Fehler um die eigentliche Nachricht herum entdeckt.

(c) DPA/ARD

(c) DPA/ARD

Ich sitze vor dem Fernseher, ich schreie: “Mama, Mama, die haben den Köhler Klaus genannt!”. Und ich lache wie irre vor Freude über diese Entdeckung, die inzwischen auch jede Onlineausgabe jeder noch so kleinen Zeitung bringt. Das Malheur ereignete sich bei der Untertitelung von Köhler bei seiner Eröffnungsrede der Leichtathletik-WM in Berlin. Im Podcast der Tagesschau wurde der gesamte Leichtathletik-Beitrag gestrichen - schade.

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