Brunette Aspects

What would Bambi say?

101 Deutschlandkarten

August19

(c) Droemer Knaur

(c) Droemer Knaur

Zum Geburtstag habe ich ganz tolle Sachen bekommen, darunter das Buch “Deutschlandkarte: 101 unbekannte Wahrheiten” von Matthias Stolz. Stolz war bereits bei der ZEIT für die Rubrik “Deutschlandkarte” zuständig und hat nur im Droemer Knaur-Verlag die 101 ersten Karten aus der ZEIT veröffentlicht. Dabei sind ganz klassische Visualisierungen von Statistiken zur Lebenserwartung und Öl- und Gasvorräten, aber auch über den “Limoäquator” (wo nennt man Limonade wie?), Taxipreisen und den Inszenierungen von Theaterstücken. 208 Seiten umfasst das Buch voller Infos und noch mehr - ich bin ja ohnehin ein Fan von Unnützem Wissen und solchen Sachen, sodass das Buch wirklich ein ideales Geburtstagsgeschenk war.

Wer sich’s selbst auch schenken möchte:

Deutschlandkarte - 101 unbekannte Wahrheiten

Knaur Verlag

ISBN: 978-3-426-78230-9

Preis: 12,99€

Gestatten: Klaus Köhler, Bundespräsident

August16

Bei der Tagesschau konzentriere ich mich üblicherweise ja wirklich auf den Inhalt. Aber Leichtathletik interessiert mich gestern einfach nicht, und so habe auch ich endlich mal einen unverzeihlichen Fehler um die eigentliche Nachricht herum entdeckt.

(c) DPA/ARD

(c) DPA/ARD

Ich sitze vor dem Fernseher, ich schreie: “Mama, Mama, die haben den Köhler Klaus genannt!”. Und ich lache wie irre vor Freude über diese Entdeckung, die inzwischen auch jede Onlineausgabe jeder noch so kleinen Zeitung bringt. Das Malheur ereignete sich bei der Untertitelung von Köhler bei seiner Eröffnungsrede der Leichtathletik-WM in Berlin. Im Podcast der Tagesschau wurde der gesamte Leichtathletik-Beitrag gestrichen - schade.

How To: Yellow Press

August12

Heute bei DWDL online gegangen: eine amüsante Anleitung zum YellowPressen. Verführt fast schon zum Basteln von lustigen Phantasiecovern mit InDesign.

Montags, 19 Uhr im Edeka…

August11

…kauft ein Mann tatsächlich die Montagsausgabe der “Bild” und der “Süddeutschen Zeitung”. Achja, und noch ein Nogger. Zu viel Konfuses auf einmal, eine paradoxe Zeitungskombination mit Meldungen von gestern.

Plädoyer für den Buchladen

Juli30

Ein beinahe schon als sonnig zu bezeichnender Tag, ein Cappucino im Café und noch etwas Zeit vor der nächsten Verabredung: so kam es, dass ich gerade beim Schlendern durch meinen Heimatort im Buchladen hängengeblieben bin und ihn tatsächlich betreten habe. Dazu muss gesagt sein: ich bin ein wahrhaftiger Bücherwurm, ich liebe das Lesen, sehe dabei keine Buchstaben sondern nur das im Kopf, was sie Schwarz auf Weiß als Wörter aussagen.

In diesem Buchladen war ich trotzdem schon lange nicht mehr. Früher, als Kind, gab es dort fast wöchentlich ein neues Buch für mich von meiner Mutter, in der Zwischenzeit hat sich jedoch einiges verändert. Amazon hat beinahe jedes Buch sofort verfügbar und liefert es mir nach Hause - im Buchladen musste man früher bestellen und am nächsten Tag nochmal kommen, die Faulheit hat somit schließlich gesiegt.  Seit einigen Jahren gesellt sich in die nähere Umgebung zudem ein großes Einkaufszentrum mit einer großen Filiale einer bekannten Buchhandelskette, sodass die Trefferquote für verfügbare Bücher auch dort höher lag - für Buchgeschenke bin ich inzwischen sogar auch dorthin gepilgert. Ich weiß deshalb eigentlich gar nicht so recht, warum ich nun diesen Buchladen betreten habe. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, für die freie Zeit im Sommer mehr zu Lesen, getan habe ich es bisher noch nicht. Einen konkreten Buchwunsch habe ich auch nicht im Kopf, mir ist einfach nach Stöbern. Drei bis vier Leute sind in dem Laden, eine Dame lässt sich gerade von der Inhaberin beraten. Jetzt weiß ich gleich noch einen Grund, warum ich hier so lang schon nicht mehr war - ich mag die Besitzerin nicht. Sie ist mir schlichtweg unsympathisch und hält sich für eine neue Elke Heidenreich, nur weil sie selbst so viele Bücher kennt. Dies mag ganz zufällig auch von Vorteil für ihren Beruf sein. Zumal ich sie erst vor ein paar Wochen in ihrem Laden besucht habe, sie saß allein in einem Sessel in ihrem Laden, hat gelesen - und wollte keine Anzeige in meiner Abiturzeitung schalten. Ein klares Negativerlebnis also nach der ohnehin schon vorhandenen Antipathie.

Besagte Buchhändlerin berät nun eine Dame in der Kinderbuchecke. Hier husche ich schnell vorbei, denn ein Stand mit Kochbüchern ist mir sofort ins Auge gefallen. Bunt und lecker sehen die Bilder auf den Buchdeckeln aus, leider ist es hier drin so dunkel und komisch aufgestellt, dass der übliche Appetit beim Anblick solcher Bücher sich nicht einstellen mag. Auf dem Tisch liegen Kante an Kante dünne Softcover-Ratgeber für verschiedene Kochgebiete, im Regal daneben verstecken sich unter Diätplanern Exemplare wie “Cookies & Cakes”. Das nenne ich mal durchdacht.

Die Kochbücher haben es mir also nicht angetan, ich ziehe weiter und lande bei den Taschenbüchern - einige, die schon vor drei Jahren in den Spiegel-Bestsellerlisten waren und inzwischen in jedem Bücherwurmregal stehen. Während ich also das Regal abgehe, bestellt eine Frau “Macht und Missbrauch”, offenbar ein Buch über Bayerns CSU-Übervater Franz Joseß Strauß und einige dubiose Finanzskandale. “Ja, das war letzte Woche im ‘Merkur’ gestanden, seitdem erleben wir hier einen wahren Run drauf!”, berichtet die Buchhändlerin strahlend und ich lasse den Blick nochmal durch den Laden schweifen: Run? Kann man von soetwas in dieser Größenordung überhaupt reden? In der Größe eines Wohnzimmers liegen hier Bücher rum, einige davon sicherlich schon seit Jahren ohne Interessenten. Aber bevor ich selber darüber nachdenke, warum ich in diesem Laden denn nun wirklich bin, wo ich ihn gar nicht mag, gucke ich weiter und entdecke Francis Scott Fitzgeralds Kurzgeschichte “Der seltsame Fall des Benjamin Button”. Wäre schon fast auf meiner Amazon-Wunschliste gelandet, kostet nur 5,90€ - ich kralle mir das Buch, klemme es unter meinen Arm und freue mich über diese Trophäe; ich habe hier drin tatsächlich etwas gefunden! Doch genau in diesem Moment fällt mir ein Buch ein, dass ich noch lesen wollte: “Föhnlage”, ein “Alpen-Krimi” von Jörg Maurer. Ich hatte einen Auszug unlängst auf einer Kulturveranstaltung in der Gemeinde gehört und war schlichtweg begeistert. Aber es lässt sich einfach nicht finden! Ich gehe die Regale ab und finde nichts. Enttäuschung macht sich breit. Meine Befürchtungen das Repertoire betreffend wurden wahr. Dennoch frage ich die ungeliebte Buchhändlerin nach dem Buch und diese meint sofort genervt: “Da drüben steht es doch!” und deutet auf das einzige Regal, das ich absolut übersehen habe. Sie muss mich gesehen haben, wie ich durch ihren Laden getigert bin, immerhin gehört er ihr. Und sie muss gesehen haben, dass ich dieses Regal genau ausgelassen habe, wenn auch unbewusst. Zerknirscht und glücklich gehe ich zu dem Regal, nehme mir “Föhnlage” und stelle Benjamin Button zurück. Kenne den Film eh schon, und ich lese stets nur ein Buch auf einmal.

Als ich den Laden verlasse, das Buch unter dem Arm, weiß ich endlich, warum ich ihn vor einer Viertelstunde betreten habe. Ich war in einem Wohnzimmer voller Bücher, die ich nicht nur angucken durfte, sondern die innerhalb von einer Minute mit ihn mein Zimmer kommen könnten. Ich habe gestöbert, in einem kleinen Bücherladen, in dem die Verkäuferin wenigstens weiß, wo sie selbst ihre Lieblinge hingeräumt hat. Und das können weder Hugendubel noch Amazon.

posted under Allgemeines | 1 Comment »

Selfmade Shirt

Juli26

Beim Stöbern bin ich mal wieder auf was gestoßen: Eine Seite namens Lookbook, auf der User ihr Tagesoutfit (meist sehr indiegeprägt) vorstellen. Eine Userin aus Köln hat dabei ein “Selfmade Gossip Girl Shirt” an, soweit ich das erkenne ist es offenbar das Bild von Blake Lively und Leighton Meester vom “Rolling Stone”-Cover. Ich find’s sehr geil und bin deshalb grad sehr stark am Überlegen, mit Bügelfolie und Basic-Shirts von H&M einfach mal meine eigenen T-Shirts zu kreieren.

Aber: wie sieht’s rechtlich aus? Ich hab gerade mal eben gegooglet und keine eindeutige Aussage über die Urheberrechte für die Verwendung von Bildern für ein selbstgebasteltes Shirt gefunden. Dass es natürlich eine klare Verletzung ist, wenn man Geld damit verdient, ist ja klar - aber wenn ich mit meinem Drucker ganz stupide ein Bild aus dem Internet auf eine Bügelfolie drucke, diese auf ein T-Shirt aufbügle und das Teil dann spazieren trage - was ist dann?

Ideen und Prognosen sind gern gesehen, ich bin nach diversen Abizeitungsverklagungsdrohungen inzwischen vorsichtig geworden.

SpiegelOnline feat. jetzt.de?

Juli16

Ich finde es gerade irgendwie sehr erstaunlich, dass SpiegelOnline inzwischen sogar Beiträge von jetzt.de veröffentlicht:

Spurensuche an der Goldküste

ein Text, der vor zwei Tagen bereits bei jetzt.de online gegangen ist und gleichzeitig noch in der “Süddeutschen Zeitung” abgedruckt wurde. Und nun Zweitverwertung via SpOn, damit sich der Trip in die Schweiz überhaupt lohnt? Finde ich grad irgendwie schade, von beiden Seiten. Zumal die SchulSpiegel-Sektion sich in den vergangenen Tagen wirklich nicht lumpen ließ und durchaus Texte veröffentlicht hat - war das also notwendig?

Unschlüssig.

Juli15

Ach Gottchen, langsam verfalle ich in Post-Abi-Sorgenmacherei.

Im Oktober geht die Uni los, beworben hab ich mich und alles. Aber dass ich in der Zeit bis dahin jetzt “nur” arbeite (zwar auch schon journalistisch…) und kein Praktikum ableiste, ärgert mich irgendwie schon noch ein bisschen. Und soll ich jetzt schon mit einem Run auf Praktikumsplätze in den Semesterferien rechnen, mich gar im Juli für ein Praktikum in meinen ersten Semesterferien bewerben? Wo ich noch gar nicht weiß, ob ich mit dem ganzen Zeug überhaupt klar komme, ne Hausarbeit schreiben muss, etc.?

Ich würde gern jetzt schon so viel machen und weiß nicht, wohin mit den ganzen Plänen. Zum Seufzen. Und ob ich twittern soll, weiß ich immer noch nicht! Aber gut, jetzt wird’s bockig.

Krisig ist es dennoch, aber dass ich ein Krisenkind á la “Spiegel” bin, bestreite ich immer noch!

[Bild-Modus]Florierendes Geschäft im Untergrund: MVV bereichert sich an netten Enkeln! [/Bild-Modus]

Juli11

“„Immerhin haben die Verkehrsunternehmen im MVV 2008 25.907 Bahnsteigkarten verkauft“, weiß MVV-Sprecherin Beate Brennauer[...]“

25.907 Bahnsteigkarten, das mal als Einstieg. Die öffentlichen Verkehrsmittel in München haben ohnehin ein sehr undurchsichtiges Preissystem, nichtmal Münchner kapieren allzu oft das System aus Streifenkarten, Ringen und Zonen. Teuer ist es dazu auch noch, doch reichen 11€ für eine Streifenkarte mit 10 Streifen (zum Vergleich: 4 Streifen braucht man vom normalen Landkreisbahnhof als Erwachsener einfach in die Stadtmitte, für 20 Minuten Fahrt. Oder auch nur 5 Minuten, wenn man über die Zonengrenze fährt) noch nicht, nein: 30 Cent für das bloße Betreten des Bahnsteigs muss man in Form der “Bahnsteigkarte” blechen, wenn man seinem Opi oder der Omi brav Koffer zur S-Bahn schleppt. Oder einfach nur durchrennt um Croissants zu kaufen und dabei blind die Aufschrift übersieht (s.o.). Doch rechnen wir jetzt nochmal: 30 Cent für eine Bahnsteigkarte, 2008 wurden 25.907 verkauft. Macht 7772,10€ für den MVV, die es kassiert, weil man den Bahnsteig oder die Zone zwischen den Stempelautomaten betritt. Mich würde ja interessieren, ob der MVV diesen Bereich dann auch Instand hält, oder die Stadt München dafür blechen darf. Die 7772,10€ werden meiner Einschätzung nach nämlich gerade mal die Putzkosten fürs Untergeschoss vom Marienplatz sein.

Sauber, Uschi!

Juli8
Uschi Obermaier für MeyFoto: Mey bodywear/GABO

Man mag über Uschi Obermaier sagen was man will: Aber sich mit 62 Jahren noch für Unterwäschewerbung ablichten zu lassen, find ich ne klasse Sache. Genauso übrigens wie die ganze Kampagne “Me, Myself and Mey” des Unterwäscheherstellery “Mey”, diverse deutsche Schauspieler und Prominente posieren ganz normal und sehen dabei wirklich nicht schlecht aus.

Deshalb: Respekt, Uschi! Die anderen Fotos kann man sich hier ansehen.

« Older EntriesNewer Entries »